Nigel Charnock: «Stupid Men»
Tunte sein. Oder zumindest schwul. Ein spezieller Wunsch, zugegeben, aber für eine atemlose Homo-Revue nicht unangebracht. Vier männliche Objekte fegen in «Stupid Men» über die Bühne und durch die Zuschauerreihen, und für jeden Geschmack ist etwas dabei: straff-durchtrainiert, gemütlich-aufgeschwemmt, sehnig-frustriert. Ihr Unterhaltungsprogramm zur Biennale de Venezia war noch nicht ganz ausgereift, aber eindeutig fixiert: Sex, Männer, Sex, Attraktivität, Sex, Verführung, Sex, Frauen (Pseudothema), Sex.
Nigel Charnock, Adrian Howells, Mike Winter und Robin Dingemans geben ihr Bestes: tanzen, singen, strippen bis zum Vorletzten, rasen durch den Saal, klettern durch die Zuschauerreihen, entwenden italienischen Zuschauerinnen die Handtasche, beschimpfen ihr Publikum (you: fat! you: old! you: Jew! German, Italian, boring, ugly, beautiful, sexy – alles taugt zur Beleidigung) und sind immer dann am besten, wenn ihr Spektakel richtig aufdreht und alles gleichzeitig geschieht.
Der Aufwand an Energie, den sie betreiben, ist zweifellos beträchtlich, ebenso ihre Professionalität und die gesammelten Jahre an Erfahrung (laut Programmheft angeblich insgesamt hundertfünfzig). Das Thema ist auch ...
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It is always a delight to speak to Mr. Kylián, a man of great intellectual finesse, possessed of a depth of knowledge that goes far beyond the requirements of his profession. He is a master craftsman driven by a continuously questioning mind that often leads him into the proverbial heart of darkness: that shadowy area where the intellect and the soul are at odds...
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