Die John Cranko-Schule Stuttgart
hat Platzprobleme. Kein Wunder, seit 1971 ist sie in einem ehemaligen Verlagsgebäude zu Hause, und seither hat sich an den Räumlichkeiten nichts grundsätzlich verändert. Eingezwängt zwischen Landhaus- und Urbanstraße, kann die Schule samt Internat kaum expandieren, obwohl sie inzwischen aus allen Nähten platzt: ein «trauriger Zustand», der so gar nicht zu dem «hervorragenden Ruf der von John Cranko gegründeten Einrichtung passt», meint in einem Interview denn auch Ballettintendant Reid Anderson, der die Verlängerung seines Vertrags von einem Neubau abhängig gemacht hat.
Die konkrete Planung lässt zwar auf sich warten, aber offenbar ist in die öffentliche Diskussion so viel Bewegung gekommen, dass die Schule förmlich mitgerissen wird vom Sog signalisierter Entwicklung und zum Achtzigsten ihres Namengebers ein Programm präsentiert, das sich sehen lassen kann.
In erster Linie betrifft das natürlich «L’Estro Armonico», ein Cranko at his best. 1963 für das Ballett der Württembergischen Staatstheater choreografiert, hat sein Vivaldi kaum was von der einstigen Virtuosität verloren und schon gar nichts von seinem Elan, der sich noch immer so frisch erweist wie vor 44 Jahren: ein wahres ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanja Liedtke, the German-born artistic director designate of Sydney Dance Company, was killed early in the morning of August 17 when she was hit by a garbage truck. She was only 29 years old. Liedtke had recently been appointed to one of Australia’s most important dance jobs – to replace the irreplaceable Graeme Murphy, who had resigned after 30 years as the head...
Die Idee scheint bestechend: Man nehme ein Tanzarchiv, das bisher lediglich in Form eines eingetragenen Vereins organisiert ist, und mache daraus ein «richtiges» Archiv, das fortan angegliedert ist an eine Universität. Schon schießen die Träume und Visionen aller Tanzbegeisterten ins Unermessliche: Endlich scheint die viel gewünschte, oft erhoffte Anbindung eines...
«Wir wollen weiter für dich tanzen!» Der Wunsch der Wuppertaler war Pina Bausch Befehl. «Sie würde nicht im Wege stehen, diesen Menschen den Spaß nicht nehmen», schreibt Jo Ann Endicott in dem kleinen, feinen Büchlein, und die Damen und Herren ab «65» lassen sich nicht lange bitten: Mindestens 69-mal haben sie ihren «Kontakthof» gezeigt, der nur eine einmalige...
