Newcomer: Andreas Heise
Natürlich könnte man sagen, seine Interessen wären ihm schon in die Wiege gelegt worden; der Vater war schließlich Opernsänger, die slowakische Mutter im selben Theater Tänzerin. Andreas Heise, noch zu DDR-Zeiten in Halberstadt geboren, sieht das realistischer. «Ich war schon als kleiner Junge bei Proben dabei und habe vermutlich so ganz unbewusst viel von dem aufgenommen, was mich heute im Innersten bewegt.» Theater, das war für ihn damals so etwas wie ein Zufluchtsort, «ein Ort, an dem ich so sein durfte, wie ich wirklich war».
Heise singt im Kinderchor, spielt mit bei Märchen-, Operetten- und Musicalaufführungen. Zwischendurch schaut er auch mal den Maskenbildnern über die Schulter. Sein Horizont ist weit, allein Ballett begeistert ihn zunächst wenig; ausgerechnet eine «Coppélia» öffnet ihm die Augen, als es für ihn als potenziellen Tänzer fast zu spät ist. Heise versucht es dennoch, wird noch mit 15 an der Dresdner Palucca Hochschule für den Tanz aufgenommen und holt in dreieinhalb Jahren bei Fritz Rost, Michael Diekamp, Jenny Coogan und Ingrid Borchardt all das nach, wozu andere doppelt so lange brauchen.
Dass der Unterricht gut gewesen sein muss, zeigt sich nicht zuletzt ...
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Tanz Dezember 2019
Rubrik: Side Step, Seite 18
von Hartmut Regitz
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