neu im netz: numeridanse.tv
Wie bringt man noch mehr Publikum zum Tanz? Übers Internet. Und wozu brauchen das Maison de la Danse in Lyon und das Centre National de la Danse (CND) in Pantin bei Paris überhaupt noch Partner? Für das digitale Tanzarchiv. Freigeschaltet ist nun eine Website, auf der eines Tages alle bedeutenden zeitgenössischen Choreografien zu sehen sein sollen, dazu Interviews, Vorträge und thematische Schwerpunkte, die es Pädagogen und dem Publikum erlauben, sich in der aktuellen Tanzlandschaft zurechtzufinden: numeridanse.
tv verspricht, dass es keine Werbung geben wird, obwohl die Nutzung für das Publikum kostenlos bleibt.
Tanz steht eben im öffentlichen Dienst mit Hilfe der engagierten Kulturstiftung der Bank BNP Paribas. Nur wer seinen eigenen «channel» eröffnet, etwa um sich in der eigenen Landessprache zu präsentieren, wird um einen geringen Obolus gebeten. Das Angebot richtet sich an alle Tanzhäuser und -initiativen der Welt, die über einen audiovisuellen Fundus verfügen und diesen global zugänglich machen wollen. Besonders stolz sind die Franzosen auf ihre hohen technischen Standards, sprich klarste Bildqualität, sagt Charles Picq, der Medienchef des Maison de la Danse in Lyon. Auch ...
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Tanz April 2011
Rubrik: medien, Seite 58
von Thomas Hahn
Seit Jahren müht sich Spanien hartnäckig, eine nationale klassische Kompanie zu gründen, die einfach nicht vom Himmel fallen will. Dabei könnte sie sich durchaus aus den vielen kleineren Kompanien rekrutieren, die überall im Land existieren und jedes Jahr weniger Unterstützung erhalten. Der Wunsch, in Europas großer Ballettliga mitspielen zu wollen, steht...
Eine paradoxe Situation: Während die Kulturstiftung des Bundes einen Tanzerbe-Fonds auflegt, droht dem Tanzarchiv Leipzig in seiner jetzigen Form das Aus. Wer Geld aus dem neuen Stiftungstopf erhält, um damit ein Projekt zu Rudolf von Laban zu verwirklichen, der wird in Zukunft vielleicht ein Rechercheproblem haben. Denn Labans im Leipziger Tanzarchiv lagernder...
«Es windet sich und kriecht wie eine Natter, und es zwingt die anderen, dass auch sie kriechen. Das Unglück ist unbarmherzig, unersättlich; sein Durst unlöschbar», schreibt Gustave Flaubert 1838 im halbzarten Alter von 17 Jahren und windet seine stürmenden Gedanken ums menschliche Schicksal hienieden. Die Freiheit, erobern zu wollen: alles eitel. Vergeblich....
