barcelona: david campos «bella durmiente»
Seit Jahren müht sich Spanien hartnäckig, eine nationale klassische Kompanie zu gründen, die einfach nicht vom Himmel fallen will. Dabei könnte sie sich durchaus aus den vielen kleineren Kompanien rekrutieren, die überall im Land existieren und jedes Jahr weniger Unterstützung erhalten. Der Wunsch, in Europas großer Ballettliga mitspielen zu wollen, steht allerdings im vollkommenen Widerspruch zum Willen, Spaniens Talente unter den Choreografen und Tänzern zu fördern. Wer David Campos’ Ballett «Bella durmiente» gesehen hat, wünscht sich, dem wäre nicht so.
Mit 15 Tänzern schafft es Campos’ Kompanie aus Santa Coloma de Gramenet nördlich von Barcelona, eine völlig neue Produktion von «Dornröschen» zu stemmen. Hier wird sehr anständig die klassische Technik mit Spritzern zeitgenössischer Bewegungskunst zu einem ästhetisch eleganten Cocktail gemixt. Dabei ist Campos’ Wunsch, modernes Ballett zu inzenieren, weit entfernt von zeitgenössischen, gar dekonstruktivistischen Tendenzen. Lieber will er den Respekt vor der Klassik mit zeitgenössischer Wahrnehmung in Deckung bringen. Campos’ «Dornrös-chen» beginnt mit einem Traum, im Film, von einem Film über das Dornröschen, den ein Filmproduzent ...
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Tanz April 2011
Rubrik: kalender, Seite 48
von Justine Bayod Espoz
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...war seit 1988 Herr über Le Quartz in Brest, ein Theater von den Dimensionen eines Kongresszentrums. Vor elf Jahren gründete er das Festival «Antipodes», das seit letztem Jahr, etwas frecher, «Anticodes» heißt, und entwickelte es zu Frankreichs quirligster Plattform der Performancekunst. Mehrere Generationen setzten sich hier durch, von Benoît Lachambre über...
Alina Cojocaru,sieht man sich Ihr Repertoire an, finden sich hauptsächlich Übernahmen der klassischen Rollen von Aurora über Odette/Odile bis zu Cinderella. Fehlen Ihnen nicht die Kreationen?
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