networking: so geht’s in paris

Tanz - Logo

Vor 25 Jahren entrümpelten Amie Swanson, Fabrice Dugied und Freunde eine alte Manufaktur auf den Hügeln des Pariser Arbeiterviertels Belle­ville. Gerade feierten sie drei Tage lang das Jubiläum, mit Koffi Kôkô, Daniel Larrieu und anderen. Damit dem Traum nicht die (finanzielle) Luft ausgeht, ­üben sie jetzt das Networking. Mitten in Paris schufen sie zusammen mit drei anderen Persönlichkeiten das Centre de Développement Chorégraphique (CDC) Paris Réseau.

Dazu gehören Carolyn Carlson mit ihrem Atelier de Paris, Christophe Martin, der die Stu­dios von Micadanses und das Festival «Faits d’Hiver» betreut, und Jean-François Munnier, der für das Theater L’Étoile du Nord und mehrere Festivals als Kurator tätig ist. «Gemeinsam bündeln wir unsere Stärken, die sich perfekt ergänzen. Und beraten ganz uneigennützig, wie wir welche Künstler jeweils am besten unterstützen können», so Swanson und Dugied über das Konzept. «Da ist hier die Residenz möglich, dort der Auftritt, hier eine Ausstellung, und der vierte Partner kümmert sich um weitere.»
Komplettservice à la carte. Sie organisieren auch kleine Tourneen innerhalb des Netzwerks oder schicken das Publikum von Haus zu Haus. Die Kooperation ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz August 2010
Rubrik: menschen, Seite 52
von Thomas Hahn

Vergriffen
Weitere Beiträge
sechs lustbarkeiten

sexualität

Die Tänzer «kommen dem Sex so gefährlich nah, dass der Tanz alles getan hat, um das Erotische zu verdrängen» (Philippe Verielle). Darum erscheint uns Tanz oft so sittsam. Er unterbietet die Lust am Körper, verhüllt seine Sexualität durch Schönheit in der Bewegung. Thomas Hahn zeigt, wie diese Prüderie immer kunstvoller unterlaufen wird. Christoph Quarch...

lodz: «john moran and his neighbor saori (in thailand)»

 John Moran ist ein Spinner. Ein Erleuchteter. Wundersam perfekt komponiert er auf der Bühne Kunst und Leben zusammen, ohne eitel, schnoddrig oder verklärt zu tun, mit dem zurückhaltenden Duktus eines «Ich erzähl mal was». Guten Abend, sagt er, stellt sich vor, auch seine Brooklyner Nachbarin ­Saori Tsukada, die neben ihm steht. Später erklärt er uns die inneren...

trient: Anne Teresa de Keersmaker «en attendant»

Immer wieder erstaunt Anne Teresa De Keersmaeker damit, wie sie zugleich einen neuen Blick auf ihr Werk findet und doch die klare Linie behält. Nach der Stille in «The Song» kündigte sie an, zu einer Musikform zu wechseln, die so komplex sei, dass man schon von Manierismus sprechen könne, der Ars subtilior. Dann lässt sie in Stille tanzen, in der Stille der Natur....