louise lecavalier...

...ist eine Ikone, seit sie mit Édouard Locks La La La Human Steps wie ein Naturereignis auftauchte. Er tourt, und auch die einstige Frontfrau der Kompanie tourt mit ihrem Doppelprogramm. In «A Few Minutes of Lock» lässt sie alte Zeiten wieder aufleben. Ein Gespräch mit Katja Schneider

Tanz - Logo

Warum tanzen Sie wieder Édouard Lock?
Die Idee ist zehn Jahre alt. Als ich 1999 La La La Human Steps verließ, wollte ich weiterhin Locks Werke tanzen. Was ich aber nicht mehr wollte, waren die großen Tourneen. Ich dachte, okay, ich verlasse die Kompanie, aber ich tanze das alles bald wieder. Dann dauerte es zehn Jahre, bis es so weit war.

Ihre Wahl fiel auf drei Duette aus «2» und «Exaucé/Salt» – warum?
Ich fand alte Kassetten mit Werken, die ich kaum getanzt hatte, weil ich kurz nach der Premiere die Kompanie verließ. Diese Duette waren so gut wie vergessen.

Ich war fasziniert von dem, was ich sah. Die Choreografien waren komplex, und ich erinnerte mich nicht mehr daran. Lock hatte angefangen, sich für Ballett zu interessieren, und ich war die einzig verbliebene Tänzerin, die nicht vom Ballett kam. Damals entstanden hybride Formen, das war nicht mehr der alte Stil und noch nicht der neue.

Sie haben sich die Videos angesehen.
Was ziemlich viel Zeit gekostet hat, denn sie waren dunkel, von sehr weit weg aufgenommen. Ich musste die Schritte regelrecht dechiffrieren. Ich saß davor wie eine Anfängerin, die neue Bewegungen sieht. Was ich sah, war schön, sehr gut gearbeitet und speziell. ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Januar 2011
Rubrik: menschen, Seite 16
von Katja Schneider

Weitere Beiträge
ludwigsburg: christine chu «ichen»

 «Das Zeitalter der Ichlinge geht zu Ende», prophezeit Horst Opaschowski in der Wertewandel-Studie der Stiftung für Zukunftsfragen. Der Grund: «Die Krisenerfahrung verändert die Werte­skala der Menschen – das Ich braucht das Wir. Die Sehnsucht nach Halt, nach sozialer Geborgenheit und menschlicher Wärme wächst.»

Mag sein. Doch bevor das Wir wirklich Wert hat, muss...

grenoble: alain buffard «tout va bien»

Es gibt nicht viele Künstler vom Schlag dieses französischen Choreografen. Bei dem, was er zu sagen hat, denken wir nur: die viele Wut. Wir bewundern ihn sogar: Wie brillant er mit dieser Wut choreografisch umgeht, bis zum Schluss.

Wut heißt für Buffard, den acht Tänzern Bilder der Gewalt, der Zerstörung, des unkontrollierten Fanatismus abzuverlangen. Es sind aber...

lichtkunst: rosalie

Ist das höchste Lob gut genug? Für Peter Weibel ist rosalie eine «Jackson Pollock des Lichts», «weil sie das Wesen des Lichts versteht und daher den Bildraum ausdehnt in einen Farbraum zwischen Bild und Skulptur, in eine visuelle Musik, in eine Zeitskulptur». Der Günder des Karlsruher Zentrums für Kunst und Medientechnologie ­be­zieht sich auf «Helios», eine...