lichtkunst: rosalie
Ist das höchste Lob gut genug? Für Peter Weibel ist rosalie eine «Jackson Pollock des Lichts», «weil sie das Wesen des Lichts versteht und daher den Bildraum ausdehnt in einen Farbraum zwischen Bild und Skulptur, in eine visuelle Musik, in eine Zeitskulptur». Der Günder des Karlsruher Zentrums für Kunst und Medientechnologie bezieht sich auf «Helios», eine Installation aus Licht, aber seine Bemerkung könnte ebenso gut auf eines der unzähligen Ballette zielen, die rosalie so gegenwärtig neu in Licht gerückt hat.
Gut ein Dutzend davon werden in der gerade erschienenen grandiosen Monografie bildhaft in Szene gesetzt – angefangen mit «Stabat Mater» von 1984, einem der Frühwerke von Uwe Scholz, bis hin zu «Neither» von Martin Schläpfer, einem verwirrend vielschichtigen Stück, das 2010 für das Ballett am Rhein entstanden ist. Sieben Ballette finden sich auch auf der DVD dokumentiert, die damit etwas von dem ins Buch bringt, was rosalie ebenso wichtig ist wie Licht, Farbe oder die fantasievolle Umdeutung vorhandener Objekte: Bewegung eben. Alles Statische ist der Stuttgarter Künstlerin fremd, egal, ob es sich um die Ausgestaltung eines Konzerts handelt, eine Theateraufführung oder ein ...
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Tanz Januar 2011
Rubrik: medien, Seite 52
von Hartmut Regitz
Wie kamen Sie auf die Idee, einen Film über das Ballett der Pariser
Opéra zu drehen?
Ich drehte schon 1992 einen über das American Ballet Theatre. 2000 lebte ich in Paris und war oft im Ballett. Es war naheliegend, noch einen Film über Tanz zu drehen. Mich interessierten die Unterschiede zwischen einer Kompanie in den USA und in Frankreich.
Sie zeigen wesentlich...
Das Zusammenspiel von Tanz und neuen Medien war keine Mode, es ist eine Methode, den menschlichen Körper mit der ganz realen Virtualität zu zeigen. Alle Jahre wieder sind in Düsseldorf neue Arbeiten präsent, etwa «as if (we would be)» der Kölner Choreografin Stephanie Thiersch und der Medienkünstlerin Angela Melitopoulos, die sieben Tänzer mit der nachahmenden...
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Zu meiner Jugendzeit gab es in Israel nur eine Kompanie von internationalem Format: die Batsheva Dance Company in Tel Aviv. Ich aber lebte in Haifa, tanzte in kleineren Ensembles, hatte später eine eigene Kompanie und das Choreografieren entdeckt. Ich...
