lloyd newson

Sein Stück «Can We Talk About This?» sei nicht gegen Muslime gerichtet, es wolle einen toleranten Glauben unterstützen. Im Gespräch mit Franziska Buhre.

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Lloyd Newson,
warum sammeln Sie Interviews, um ein Stück wie «Can We Talk About This?» (tanz 10/11) zu machen?
Würden Sie die gleiche Information bekommen, wenn wir dieses Interview tanzen würden? Sie haben Ihre Frage nicht in einer Tanzform ausgedrückt, also warum sprechen wir miteinander?

Vielleicht wären meine Fragen nicht so präzise, würde ich sie in Bewegung stellen. Eben. Ich benutze Wörter, weil sie präzise sind. Bewegung kann sehr offen für Interpretationen sein.

Nichtsdestoweniger wären Ihre Bewegungen wahrscheinlich sehr spezifisch, wenn ich mich jetzt auf Sie stürzen würde. Bewegung hat also mit Genauigkeit und Vieldeutigkeit zu tun, Sprache mit Präzision. Wir schreiben einander E-Mails, wir benutzen Wörterbücher, die uns genau sagen, wann wir welches Wort gebrauchen können. Sagen wir das ­Gleiche von Bewegung? Wie bei Wörtern der Ton sehr verschieden sein kann, sind menschliche Bewegungen höchst vieldeutig. Aber wir führen ein Gespräch, weil wir uns in etwas sehr Speziellem schnell nähern wollen.

Aber nutzen Sie nicht auch ein sehr spezifisches Bewegungsvokabular? Als Tanzkünstler musst du wissen, was du sagen willst. Zu viele Choreografen und Tänzer verlassen sich auf ...

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Tanz Dezember 2011
Rubrik: menschen, Seite 16
von Franziska Buhre

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