omega and the deer
Norwegen ist ja so reich, und Öl noch immer der stärkste Motor der Welt. Es kommt nur darauf an, wohin man damit fährt. Auch Griechen (Onassis) und Portugiesen (Gulbenkian) wurden mit Öl reich. Bis beide Händler ihre Läden dichtmachten. In den Emiraten werden dagegen noch immer teure Autos gekauft, Golfklubs gegründet und respektierliche shopping malls durchwandert. Norwegen hingegen: baut eine Autobahn, ein Opernhaus und fährt Mittelklasseautos.
Warum so bescheiden? Mühelos könnte Norwegen das ers-te Land der Welt werden, das seinen Bürgern ein Grundeinkommen stiftet oder seinen Kulturetat auf zehn Prozent erhöht. Macht es aber nicht, sondern kopiert all das, was in der Europäischen Union üblich ist – ein Ballett, ein Tanzhaus, ein Tanzfestival – und gibt Geld für gerade mal vier Tanzkompanien aus.
Nur keine Wikinger
Eine davon ist das Ingun Bjørnsgaard Prosjekt. Den Stücktitel «Omega and the Deer» entnahm Bjørnsgaard einer Lithografie des berühmten norwegischen Malers Edvard Munch aus der Mitte seiner Mappe «Alpha und Omega». Omega und das Reh, das sind Munchs Adam und Eva, sein Gender-Mythos, wie ihn Ingun Bjørnsgaard schon in ihrem «Capricorn Domestic» 2002 verhandelte. Das Reh ...
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Tanz Dezember 2011
Rubrik: produktionen, Seite 8
von Arnd Wesemann
Choreografen arbeiten gern mit Schriftstellern. So auch Jean-Christophe Maillot in Monaco mit Jean Rouaud. Der erhielt 1990 für sein Erstlingswerk «Les champs d’honneur» Frankreichs höchste literarische Auszeichnung, den «Prix Goncourt». Danach veröffentlichte er elf Romane, zwei Theaterstücke, schrieb Chansontexte für Juliette Gréco und Johnny Hallyday und einen...
ist kein Wettbewerb. Ein Wettkampf ist ein Kampf, auf den man Wetten abschließen kann. Die Regeln sind sonnenklar. Redet man dagegen vom Wettbewerb, sagt ein Politiker das gern so, als hinge das Überleben der ganzen Gesellschaft daran. Er warnt vor einer drohenden Verzerrung des Wettbewerbs. Der Wettbewerb an sich sei etwas Gutes, es gehe etwa um Chancengleichheit....
Erich Walter, Roberth North, Tom Schilling, Pavel Šmok taten es. Roland Petit tat es. Sie und viele weitere Choreografen konfrontierten einen Menschen, wie es Tradition auch in der bildenden Kunst ist, ein Mädchen, mit dem Tod. Der kommt nicht als ein Lebensentreißer, sondern als einer, der sanft in tröstliche Gefilde überführt.
Auch Ralf Dörnen und das Ballett...
