prix jardin: sofia dias...
...und Vítor Roriz gewinnen den diesjährigen «Prix Jardin d’Europe» mit ihrer Produktion
«A Gesture that is Noting but a Threat». Beim «eXplore dance festival» in Bukarest erhielten sie dafür einen Produktionskostenzuschuss von 10.000 Euro. Ihr Stück ist eben nicht nur eine Drohung. Beiden Portugiesen geht es darum, als Tänzer etwas mehr zu sein als nur ein Körper ohne Text, Kontext, Subtext.
«Das wäre», sagte kürzlich der Berliner Choreograf Christoph Winkler, «als würde man umgekehrt vom Schauspieler verlangen, sich nur über den Text zu definieren, ohne den Körper. Das Schauspiel hat uns das Ver-Körpern gestohlen.» Dieses Diebesgut haben sich Sofia Dias und Roriz (Foto: Lucian Renita) zurückgeholt, sitzen damit an einem Tisch und entleeren die Worte vom Zwang, irgendeine Syntax und Semantik zu produzieren, um jenseits der Hierarchien zwischen Wort, Stimme, Bewegung und Geste die tatsächlich körperliche Basis des Sprechens freizulegen.
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Tanz Dezember 2011
Rubrik: praxis, Seite 69
von
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