klartext tanzen
Janet Eilber, seit 2005 sind Sie künstlerische Direktorin des Martha Graham Center of Contemporary Dance. Sie haben die Kompanie aus den Turbulenzen nach Martha Grahams Tod geführt und sind nun dabei, das Repertoire behutsam zu erneuern. Und Sie unterrichten die Fortgeschrittenenklasse der Martha Graham School of Contemporary Dance. Haben Sie dafür überhaupt noch Zeit?
Ich unterrichte ja nicht regelmäßig, nur während der Sommer-Intensivkurse. Ich trainiere die Fortgeschrittenen, weil ich bestimmte Aspekte der Graham-Technik grundlegend und somit sehr wichtig finde.
Für jemanden von außen ist es oft einfacher, den Finger auf die essenziellen Elemente zu legen.
Welches sind denn diese wesentlichen Merkmale der Graham-Technik?
Es ist die für Graham typische Verbindung von Körperlichkeit und Emotionalität, die nur vollständig kommuniziert werden kann, wenn die Bewegung tief aus dem Beckenboden und vom Zentrum des Körpers her kommt. Das sind Positionen, die aber auch leicht imitiert werden können, ohne dass sie eigentlich aus diesem physischen und emotionalen Zentrum kommen. Da sehe ich meine Aufgabe: die Studierenden daran zu erinnern, woher die Bewegung motiviert ist, und zurück zu ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Der verschobene Mund, die schief gezogene Schnute – ihr Bild ist eines der markantesten, das für das Berliner Festival «Tanz im August» warb: Es gehört der in Frankreich lebenden Estin Nele Suisalu, eine von sechs Choreografen des portugiesisch-deutsch-französischen Förderprogamms «Looping». Fördern heißt hier nicht fordern, sondern staunen: über Nele Suisalus...
«Bewegung begeistert mich», sagt Sabine Stenzel. Dass die studierte Sportökonomin in Frankfurt am Main nun Projektleiterin des neuen Frankfurt LAB ist, passt prima. Ihr Büro, das frisch geweißelt riecht und auf dessen kahle Wände sich die Bilder freuen, die unten am Tischbein lehnen, teilt sie mit dem Kollegen von der Technik. Am 1. August hat sie ihre Arbeit...
Die Ballettstangen werden zur Seite gestellt, die Geigerin, die das Training begleitet hat, packt ihr Instrument ein und geht. Die Tänzer verteilen sich im Raum. Pause beim Workshop der «Tanzwerkstatt Europa» in München. Richard Siegal beginnt sich zu bewegen, verlagert das Gewicht, fällt, zieht den Körper lang und wieder zusammen, schnörkelt mit der Hand. Dazu...
