intimität
Das Theater hat den Tanz gezwungen, Theater zu sein. Keine wirklichen Gefühle dürfen gezeigt werden, jede Bewegung ist berechnet, aus der Rhetorik der Schauspieler wurde eine Dramaturgie der Schritte. Damit entfernte sich der Tanz von jenen Gefühlen, die er in jedem Tanzenden selbst auslöst: eine Lockerung der Seele durch die Freiheit der Glieder. Vielleicht ist daran aber auch nur die Sitzordnung Schuld. Vor der Bühne sind die Glieder des Publikums wie festgebunden, damit es diszipliniert zuschaut. Ebenso diszipliniert ist der Tanz.
Ausgerechnet Methoden der Disziplinierung – die Unterwerfung des Körpers unter die Macht eines anderen – sind es, die sowohl erotischen Praktiken dienen als auch das Choreografieren bestimmen. Die Unterwerfung des Körpers führt hier in erster Linie zu seiner Beherrschung. Diese Beherrschung kann sinnlich sein, vertrauensvoll abhängig und durchaus bezwingend. In Deutschland gibt es – in der Öffentlichkeit zugegeben – nur einen Ort, der sich dieser Intimität des Tanzes offen stellt. Es ist schwelle7, ein Veranstaltungsraum in Berlin, der sich experimenteller Körperarbeit widmet, «vor allem aber Spiel, Zauberei und sanfter Wahnsinn» sein will. Letzteres ...
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Anträge auf Gastspielbeihilfe in Deutschland durch das Nationale Performance Netz müssen bis zum 15. April eingegangen sein bei: jointadventures.net
Die Pierino Ambrosoli Foundation bittet Schweizer zur Audition für die Rotterdamse Dansacademie am 24. und 25. April nach Bern. Bewerbungen bis 16. April. www.ambrosoli.org
«Choreographic Captures»: Der Wettbewerb...
Titellos, namenlose Akteure, kein Autor. Das Publikum sucht mit Taschenlampen im Dunkeln. Beide Autorinnen beziehen sich auf dieselbe Theatererfahrung, den Abend «Ohne Titel» im Berliner Hebbel am Ufer, der sie nachhaltig irritierte. Sowohl Pirkko Husemann, Tanzkuratorin am Hebbel am Ufer, als auch Susanne Foellmer, Mitarbeiterin am Institut für...
Der junge Pilger Atis will seine Geliebte Argie aus der Obhut ihres liebestollen Vormunds befreien, denn der alte Richter Anselme hält das Mädchen gefangen und will es heiraten. Seine Absichten vereiteln Atis’ Mitpilger und die Fee Manto, der es gelingt, ihn en travesti zu verführen. Mit derlei Geschichten vergnügte man sich vor 250 Jahren in Versailles. So lange...
