tanzforschung
Titellos, namenlose Akteure, kein Autor. Das Publikum sucht mit Taschenlampen im Dunkeln. Beide Autorinnen beziehen sich auf dieselbe Theatererfahrung, den Abend «Ohne Titel» im Berliner Hebbel am Ufer, der sie nachhaltig irritierte. Sowohl Pirkko Husemann, Tanzkuratorin am Hebbel am Ufer, als auch Susanne Foellmer, Mitarbeiterin am Institut für Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin, stellen diese Aufführung an den Beginn ihres Buchs. Die Fragestellungen, die sie anschließen, unterscheiden sich aber gewaltig.
Pirkko Husemann untersucht das Verhältnis zwischen Bühne und Zuschauerraum, Foellmer fragt nach dem Körperbild und der Autorzuschreibung. Husemann konzentriert sich in «Choreographie als kritische Praxis» (erschienen bei transcript, Bielefeld) ganz auf Xavier Le Roy und Thomas Lehmen, mit denen sie auch in den Projekten zusammenarbeitete; Foellmer schlägt in ihrer Untersuchung «Am Rand der Körper» (ebenfalls bei transcript) einen weiten Bogen, bezieht viele Künstler ein, widmet zentrale Kapitel aber wieder Xavier Le Roy und Thomas Lehmen. Insofern liest man kreuzweise beide Bücher mit Gewinn. Zumal Husemann mit ihrer Arbeit einen Beitrag zur ...
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Felix Ruckert, vor 15 Jahren präsentierten Sie Ihre erste interaktive Performance.
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