«Hakanaï», Foto: Romain Etienne
Highlights 1/18
Zürich
Crystal Site und Lightfoot/Léon
Sie ist eine der wenigen Ausnahmen von der (inzwischen leicht löchrigen) Regel, die da besagt: Abseits der Bühne wird das Ballett von Männern regiert. Crystal Pite gehört zu der Handvoll Choreografinnen, die an den großen Opernhäusern Fuß gefasst haben. Dem Ballett Zürich überlässt sie nun ihr 2009 entworfenes «Emergence» – eine so kluge wie betörende Studie zur Schwarmintelligenz am Beispiel der Bienen.
Mit elementaren Kräften setzt sich auch das zweite Stück des Abends auseinander, «Speak for Yourself», 1999 von Paul Lightfoot und Sol León zu Musik von Bach und Steve Reich ersonnen. Die Sprachmächtigkeit des Tanzes wird dieses Doppelereignis in jedem Fall unter Beweis stellen. Ab 13. Januar; www.opernhaus.ch
Düsseldorf
Temp D´image
Das Festival «Temps d’images» kümmert sich um die Schnittstellen zwischen Tanz und digitaler Kunst. Erstmals hat sich dazu das tanzhaus nrw mit einem «Factory Artist», mit Choy Ka Fai aus Singapur, einen Co-Kurator an die Seite geholt. Das Resultat: Adrien Mondot, Infomatiker und Jongleur, und Claire Bardainne, Bildhauerin und Bühnenbildnerin, schaffen in ihrer 360°-Grad-Visualisierung «Hakanaï» für eine ...
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Tanz Januar 2018
Rubrik: Kalender, Seite 36
von Red
Soeben wurden die Gewinner der «Choreographic Captures» bekannt gegeben, eines Münchner Wettbewerbs, der mit kurzen Clips im Werbeblock der Kinos für den Tanz begeistern will. Laut Jury zeigt der beste Film zwei Strandläufer, den gleichnamigen Vogel und einen Jogger, aufgenommen mit einer verrissenen Amateurkamera. Das Publikum dürfte sich ob eines derart...
Am Ende stirbt sie. Nein, er. Beide? Es geht ziemlich romeo-und-julia-mäßig hin und her in Xin Peng Wangs Choreografie zu Tschaikowskys 6. Sinfonie. Deren Berühmtheit liegt bekanntlich auch darin, dass der Komponist kurz nach ihrer Uraufführung unter mysteriösen Umständen verschied – ahnte das Genie den nahenden Schnitter? In die sogenannte «Pathétique» ist...
Es könnte Chanel sein. Vielleicht auch Hermès. Auf jeden Fall glitzert die Jacke der Dame – Sitzplatz im Palais Garnier: erste Reihe, Balkon links – so golden wie eine mit Brokat überzogene Weihnachtskugel. Verhaltener ist das Lächeln, das Aurélie Duponts Lippen umtänzelt. Immerhin dürfte an diesem Abend einige Anspannung im Spiel sein. Spiegelbildlich zur...
