Clip des Monats 1/18
Soeben wurden die Gewinner der «Choreographic Captures» bekannt gegeben, eines Münchner Wettbewerbs, der mit kurzen Clips im Werbeblock der Kinos für den Tanz begeistern will. Laut Jury zeigt der beste Film zwei Strandläufer, den gleichnamigen Vogel und einen Jogger, aufgenommen mit einer verrissenen Amateurkamera. Das Publikum dürfte sich ob eines derart «erweiterten» Tanzbegriffs mit Grausen abwenden.
Wir empfehlen eine Alternative aus dem spanischen Valencia, wo Blas Payri echten Videotanz mit echter Könnerschaft um – und das Kinopublikum in einen regelrechten (Farb-)Rausch versetzt: Was professionelle Filmkunst kann, zeigt sein Clip «Rainbow Serpentine», bestens zu genießen auf einer Riesenleinwand mit Dolby-Surround.
Den Clip sehen Sie auf www.tanz-zeitschrift.de
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Tanz Januar 2018
Rubrik: Medien, Seite 65
von Red
Warum wollen Kinder Ballettstars werden? Wollen sie es überhaupt? Sind es nicht vielmehr die Erwartungen der Eltern, die sie in den Mahlstrom der Institution werfen, die sowohl Kinderseelen als auch adoleszente Körper einer gnadenlosen Auslese unterwirft? Der Soziologe Joël Laillier, der an der Universität Toulouse III – Paul Sabatier forscht, will mit seiner...
1936 fanden die Olympischen Spiele in Berlin statt. Kurz davor organisierte Rudolf von Laban die «Tanzolympiade». Auf dem Siegerpodest stand die Kroatin Mia Čorak Slavenska, die das 1929 gegründete Königreich Jugoslawien als «freie Tänzerin» vertrat. Die UdSSR, Frankreich, England, Schweden und die USA sagten ab, da man Ballett mit Ausdruckstanz nicht vergleichen...
Klare Ansage von Romeo Castellucci zur Uraufführung in Antwerpen: «‹Democracy in America› ist kein politisches Stück», hat der Theatermacher da in einer Programm-Notiz geschrieben. Aber unpolitisch? Ist es erst recht nicht! Castelluccis Ausgangspunkt war der zweibändige Essay «De la démocratie en Amérique» von Alexis de Tocqueville: eine politologische Feldstudie...
