geopfert: farooq chaudhry
«The Future: New Ideas: New Inspirations» lautete der Titel der Konferenz, zu der die Dachorganisation Dance UK geladen hatte. Schock am Eröffnungstag: ein Presse-Statement, abgegeben von den Leitern dreier britischer zeitgenössischer Kompanien – Akram Khan, Lloyd Newson und Hofesh Shechter.
Die Verlautbarung beklagte den Zustand der nationalen Tanzausbildung, nannte ausdrücklich die London School of Contemporary Dance, die Northern School of Contemporary Dance und Trinity Laban und äußerte «Bestürzung angesichts des Mangels an Strenge, Technik und Disziplin» unter deren Absolventen. Die Unterrichtsmethoden, so die Kritik, blieben längst hinter den Anforderungen des Marktes zurück.
Mitverfasser des Statements war Farooq Chaudhry, Produzent von Akram Khans Kompanie und seit 2009 Vorsitzender von Dance UK – eine Personalunion, die ihm der düpierte, über das Statement nicht vorab informierte Direktor von Dance UK als Verrat auslegte. Chaudhry legte sein Amt nieder und konterte: «Als Vorsitzender von Dance UK sollte ich neutral sein ... als Produzent hingegen beziehe ich eindeutig Stellung.» Er sei froh, dass dieses strittige Thema auf dem Tisch sei, erklärte der Ex-Tänzer weiter und ...
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Tanz Juni 2015
Rubrik: menschen, Seite 33
von Mike Dixon
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