newcomer: antje velsinger

newcomer: antje velsinger

Tanz - Logo

Ihr Tanz ist Arbeit, stemmt sich gegen Widerstände und fliegt spielerisch leicht davon. Antje Velsinger, die am K3-Zentrum für Choreografie in Hamburg zuletzt ihr Stück «Haus, kein Haus» zur Uraufführung brachte, erkundet den Tanz in allen erdenklichen Dimensionen. «Ich sehe Bewegung nie isoliert, der Körper steht immer in Relation zu etwas anderem.»

Die Choreografin geht architektonisch vor, erschafft mit Soundkünstlerin Katharina Kellermann und der Bühnenbildnerin Janina Arendt einen Ort, an dem sich die Künste verschränken.

Die Bühne ist diagonal ausgerichtet, das Publikum sitzt über Eck, schaut auf zwei über Eck aufgestellte Wände. Seilzüge hängen von der Decke herab.

Eingangs sind Velsinger und ihre Tanzpartnerin Maya Weinberg mit dem Versuch beschäftigt, flexible Stangen in den Boden zu bohren. Videobilder von einem flatternden Zelt im Wind deuten darauf hin, dass es sich um Zeltstangen handelt. Bevor sich ein Sinn erschließt, werden da-raus Peitschen, die pfeifend durch die Luft schnellen. Dabei durchbrechen Bühnenaktion, Sound und Bilder die Logik kontinuierlicher Abläufe, beflügeln die Fantasie, erzeugen Bilder von ganz eigener Sinnlichkeit.

«Haus, kein Haus» ist der ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Juni 2015
Rubrik: menschen, Seite 32
von Irmela Kästner

Weitere Beiträge
short cuts

In Moskau ging die «Goldene Maske» gleich dreimal an den Gast aus Monte Carlo: Jean-Christophe Maillots «Der Widerspenstigen Zähmung» am Bolshoi wurde als beste Choreografie mit den besten Tänzern, Ekaterina Krysanova und Vladislav Lantratov, ausgezeichnet. Als beste zeitgenössische Arbeit gilt «Exhibit Item/Awakening» des Alexandrinskiy Theaters Sankt Petersburg....

der lehrer: philippe riera

Sie sind Mitglied des Kollektivs Superamas, das seit 1999 an choreografischen Performances arbeitet. Und jetzt unterrichten Sie auch.
O ja, diesen Sommer beim «ImPulsTanz»-Festival. Einmal gehöre ich zum Mentoring-Team bei «Danceweb», dem Stipendiatenprogramm des Festivals. Dieses Jahr gibt es da nicht einen Mentor, der für alle «Danceweb»-Teilnehmer verantwortlich...

bepreist: anton rudakov

ist Tänzer beim Hessischen Staatsballett Wiesbaden. Gewonnen hat er nun den «Goldenen Schmetterling» im Rahmen des ungewöhnlichen Choreograpfen-Wettbewerbs «Skopje Dancelab 2015» am Nationaltheater Skopje in Mazedonien. Der gebürtige Russe erhielt ihn für sein feines Solo «If I Were the Moon» zu «If» von Pink Floyd, das einen Mann porträtiert, der dem Tag nicht so...