Euro-Disney-Hindu-Pop
Seit «Back To The Present» gilt Constanza Macras als Shooting Star der deutschen Tanzszene. Auch wenn die Darsteller sich am Ende mit Plüschtieren bewerfen: die wüste Collage ist mehr als ein hemmungsloses Bekenntnis zum Trash. Wann hatte man schon mal ein Tanzensemble gesehen, das sich so lustvoll und wütend am Komplex «Kapitalismus und Regression» abgearbeitet hat? Alle reißen sich seitdem um Constanza Macras und ihr verwegenes Dorky-Park-Ensemble. Ihr wilder Stilmix kommt überall gut an.
Kein Wunder: mit der Methode Macras lässt sich auf lässig-subversive Art alles eingemeinden.
Mit «Big In Bombay» liefert sie nun das Stück zum anhaltenden Hype. Ihre bislang größte Produktion, für die sie mehrmals nach Indien gereist ist, haben der begehrten Choreografin neben einer enormen medialen Aufmerksamkeit auch neue Anfeindungen eingetragen im Stil von «Klein in Kreuzberg» (SZ). Schon der Titel «Big In Bombay» ist ein hübsch-ironischer Kommentar zu zirkulierenden Aufstiegsmythen und spielt zugleich auf den Traum von der globalen Berühmtheit an. Macras haut einem die Zitate aus Pop, Porno und Politik nur so um die Ohren, und demonstriert dabei den Willen zu höchster ...
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Why do people dance? Why do choreographers make dances? When can they become honest with themselves as to why they must create? Who is it for? And if only for oneself then what a waste of money, no? When will old fashioned ideas about how to run a ballet company die away? When will ballet dancers be given responsibility and allowed to be adults? When will ballet...
In Yanira Castro’s Beacon, audience members file warily into the plexiglas and red curtained viewing booths which transform observers into witnesses, jurors, executioners, saviors. At first, the booths are lit so we see not the dancers but ourselves, reflected, before the lighting flips to the stage. We are in a drained swimming pool surrounded by the sturdy brick...
Er war’s doch immer schon. Eine harmonische Einheit von Musik und Körper. So definiert es das «einzige demokratische» Lexikon «Wikipedia». Erst im Tanz erscheint der Mensch wirklich schön. Sogar der hässliche Mensch wird schön, wie Undine Eberlein in diesem Heft schreibt. Schön ist auch – aber das war wohl mal – die Freiheit. Die freie Bewegung, von der Friedrich...
