emio greco...
Wie animierte Schlenkerpuppen hüpfen die Tänzer durch den Raum. Dabei atmen sie tief, so tief, als wollten sie die Außenwelt in sich aufnehmen. Sie beginnen sich rhythmisch zu schütteln, immer heftiger, werfen die Gliedmaßen in alle Richtungen. Sie drehen sich mit lang gestreckten Beinen und hoch gerissenen Armen in asymmetrischen Figuren: Schlenkerpuppen wie an der Steckdose. Pure Energie. «Enjoy the noise of your body», ruft Emio Greco den Workshop-Teilnehmern bei «ImPulsTanz» in Wien zu. Sie tanzen sich in eine Art Trance bis zur totalen Erschöpfung.
Greco hat ein Ziel erreicht: Die Studenten befördern ihre inneren Bewegungen nach außen. Und sind auf einer Reise zu sich selbst. Ihre Körper kreieren Formen – aus Training wird Tanz. Mit dem Workshop «Double Skin / Double Mind» touren Emio Greco und sein künstlerischer Partner Pieter C. Scholten sowie Assistentin Bertha Bermúdez Pascual weltweit. Die vom italienischen Tanzkünstler und niederländischen Dramaturgen und Theaterregisseur erarbeitete Trainingsmethode hat sich zu einem Markenzeichen entwickelt.
Als der charismatische Tänzer Greco die vierzig überschritt, drängte es ihn immer weniger auf die Bühne. Seit 2004 erforschen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Februar 2011
Rubrik: menschen, Seite 20
von Bettina Trouwborst
Nun stimmt auch Frankreich mit ein, in die Hymnen auf John Neumeier. Der Anlass: Seit 30 Jahren werden seine Stücke an der Seine empfangen und sogar von den Stars der Pariser Opéra interpretiert. Zwölf Ballette, von «Vaslaw» bis «Parzival – Episoden und Echo»: Flüssig, inspiriert und stets engagiert schreibt Jacqueline Thuilleux zu jedem Werk eine Analyse, neben...
Zahlreiche, meist sehr freundliche Nachrufe sind zum Jahreswechsel auf den «Tanzplan Deutschland» erschienen. Bei vielen lösen sie ein gewisses Bedauern aus: «O Gott, wo geht er denn nun hin, der zeitgenössische Tanz?» Gegenstimmen gibt es auch. Sie freuen sich, jetzt sei es mal gut mit einem Tanzprogramm, bei dem sich komplizierte Bürokratien kommunaler und...
Mit der jüngsten Premiere am Prager Nationaltheater ist der 42-jährige Tänzer und Choreograf Petr Zuska gewissermaßen heimgekehrt. Zwar ist er schon seit 2002 der künstlerische Leiter der 53-köpfigen Kompanie. Für seine tschechischen Landsleute aber hat er nun fünf seiner Stücke einstudiert, die bislang nur in Australien, China, Russland oder Deutschland zu sehen...
