Die Lehrerin: Melissa Maria Noriega

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Sie sind Kubanerin und haben mit ihren 31 Jahren schon unglaublich viel erlebt und geschafft. Sie geben in Köln Workshops und Kurse. Was bieten Sie an?

Momentan unterrichte ich Salsa, Mambo, Movimientos Cubanos sowie Afro-Contemporary und Afrokubanisch, aber hauptsächlich meine eigene Noriega-Technik auf Basis des Afro-Contemporary.

Worauf achten Sie?

Da ich selber gern vor Regeln weglaufe, sage ich auch jedem Schüler: «Entwickle dein eigenes Parfüm! Ihr sollt mich nicht total kopieren. Aber wenn ihr etwas variiert, überzeugt mich damit.

» Es geht um Merkmale der Bewegung, nicht um Perfektion. Um Gefühl, Ausdruck, Körper, Seele, Herz, Spirit, Groove. Man ist mit der Natur verbunden: Ich muss ich sein. Und das A und O des Tänzers ist das Gesicht.

Sind Sie streng?

Ja. Wenn meine Schüler jammern, die Musik sei zu schnell, sage ich: «Melissa ist 1,85 Meter groß, hat unzählige Operationen hinter sich und sie schafft das!» Sie müssen mehr von sich fordern, sonst sind diese Kurse zu teuer. Ich habe hart gekämpft; also nehme ich den Unterricht ernst und sage: Es ist nicht unmöglich. Sie erklären stets auch den Hintergrund und die Struktur der Tänze. Sie wurden ja von den Sklaven nach Kuba ...

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Tanz März 2014
Rubrik: praxis, Seite 74
von Natali Kurth

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