niederlande ausgezehrt
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Die Niederlande galten lange als Tanzparadies, ihre Choreografen als internationale Trendsetter. Eine rigorose Sparpolitik dezimiert die Szene und hinterlässt viel verbrannte Erde.
Es war eine krachende These, die den Meinungsbeitrag von Melle Daamen, Direktor der Amsterdamse Schouwburg, in einer großen niederländischen Tageszeitung einleitete: «Ein Spitzenballett kann man auch aus Sankt Petersburg einfliegen lassen», lautete die Schlagzeile.
Darunter wurde die Frage verhandelt, ob «in den Niederlanden unbedingt eine eigenständige Balletttradition verankert sein muss». Nach den extremen Sparmaßnahmen der vergangenen Jahre, denen sich die niederländischen Bühnenkünste ausgesetzt sahen, gilt selbst diese Frage plötzlich als legitim. Zur Auflösung des Nationalballetts wird es aller Wahrscheinlichkeit nach zwar nicht kommen, doch steht für die Niederlande der Status als Tanzland inzwischen durchaus auf dem Spiel.
«Ein Spitzenballett kann man auch aus Sankt Petersburg einfliegen lassen» − eine riskante Aussage aus dem Munde eines der bedeutendsten Repräsentanten der niederländischen Bühnen, der zudem noch im Raad voor Cultuur oder Kulturrat sitzt, dem ...
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Tanz März 2014
Rubrik: ideen, Seite 60
von Sander Hiskemuller
Wie sind Sie überhaupt zum Zeichnen gekommen. War das wichtig für Sie?
Sehr. Schon als Kind. Lange vor dem Tanzen war das Zeichnen mein nächstliegendes Ausdrucksmittel. Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich als Kind, als Jugendlicher nachts angefangen habe zu zeichnen und darüber die Zeit völlig vergessen habe – so, dass ich es am nächsten Morgen gar nicht...
Noëlla Pontois gilt als eine der größten Ballerinen des Jahrhunderts. In den 1960er-Jahren aus dem Nichts zur Étoile und Stammpartnerin von Nurejew und Baryshnikov aufgestiegen, hat sie auch ihre Tochter und Enkeltochter mit dem Ballett-Virus infiziert. Pontois und ihr Gatte, der Tänzer Daïni Kudo, haben – nach den berühmten historischen Dynastien, für die Namen...
Sind Juniorkompanien tatsächlich Win-win-Veranstaltungen für alle Beteiligten? Oder nützen die immer beliebter werdenden Neugründungen doch nur dem Ballettdirektor als Schwanen-Reservoir, wenn sein Corps de ballet zu klein ist? Dem Chefchoreografen, weil er hier seine Jugendwerke recyceln kann? Oder weil er dem dringend benötigten Choreografen-Nachwuchs ein...
