Sprungbrett
Sind Juniorkompanien tatsächlich Win-win-Veranstaltungen für alle Beteiligten? Oder nützen die immer beliebter werdenden Neugründungen doch nur dem Ballettdirektor als Schwanen-Reservoir, wenn sein Corps de ballet zu klein ist? Dem Chefchoreografen, weil er hier seine Jugendwerke recyceln kann? Oder weil er dem dringend benötigten Choreografen-Nachwuchs ein Spielfeld verschafft, während die Hauptkompanie zur Weihestätte seiner eigenen Kreationen gerät? Profitiert vor allem der Tournee-Veranstalter, der Tanz bis in die kleinste Hütte bringen und dabei das Gütesiegel NDT (Nederlands Dan
s Theater), Ballett Zürich oder Bayerisches Staatsballett vermarkten kann? Was bringt eine Juniorkompanie tatsächlich ihren Mitgliedern? Erledigen sie als unterbezahlte Vollkräfte die gleiche Arbeit wie ihre älteren Kollegen, oder steigt ihr Marktwert durch die Bühnenerfahrung und die Arbeit mit Choreografen?
Bindeglieder
In der noch nicht allzu langen Geschichte der Zweit- und Jugendkompanien im deutschsprachigen Raum gehört das Zürcher Junior-Ballett bereits zu den Senioren. Lange vor dem Bundesjugendballett (BJB) und dessen Münchner Pendant wurde es 2001 von Heinz Spoerli gegründet, sein Nachfolger ...
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Tanz März 2014
Rubrik: praxis, Seite 66
von Angela Reinhardt
Beziehungsprobleme waren von Anfang an eins der wichtigen Themen Goethes, und nicht alle lösen sich auf so «natürliche» Weise wie in der Urfassung seiner «Stella». In den «Wahlverwandtschaften», seinem wichtigsten Roman, ist die Liebe überkreuz allenfalls in Form eines eingeschobenen Märchens vorstellbar. In Wirklichkeit aber ist ein solches Gefühlsexperiment (das...
Mauro Bigonzettis im Herbst 2012 verkündeter Entschluss, die Künstlerische Leitung beim Aterballetto (ATB) aus den Händen zu geben, hat sich für alle Beteiligten als produktiver Schritt erwiesen: Bigonzetti wird frische kreative Kräfte schöpfen, und das ATB muss neue Herausforderungen suchen und sich um künstlerische Topqualität bemühen, will es seinen Status als...
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