dad dancing
«Dance Doctor, Dance! The Psychology of Dance Show» stand auf dem Zettel. In der Mitte prangte das Foto eines mittelalten Mannes mit Brille, rotblondem Haar, leger gekleidet. Einen Arm hält er ausgestreckt wie einen Uhrzeiger. Ein Showstar namens Dr. Peter Lovatt, der aussieht wie John Travolta in «Saturday Night Fever».
Solche und andere Zettel liegen tausendfach beim «Edinburgh Festival Fringe» herum. Die Einladung ist unmissverständlich: «Come to Dr. Lovatt’s DanceLab and find out why we are born to boogie».
Ich kaufe ein Ticket fürs Bedlam Theatre, weil mir kein Grund einfällt, es nicht zu tun, zumal im Titel das Wort «Tanz» gleich dreifach vorkommt. Ich habe es nicht bereut. «Dance Doctor, Dance!» ist eine der kenntnisreichsten, spielerischsten, anregendsten Lectures, die ich seit Langem sah – was auch an den Zuschauern liegt. Es strömen vor allem die, die mit Tanz sonst nichts am Hut haben.
Es gibt eine Psychologie des Tanzes
Peter Lovatt ist nicht Travolta, sondern Lehrbeauftragter am Institut für Psychologie an der University of Hertfordshire. Dort betreibt er ein «Dance Psychology Laboratory». Seine Performance ist nichts anderes als eine Essenz der Forschung, die dort ...
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Nur was für Neugierige: «Der Raum gebiert die Mathematik. Aus der Mathematik entsteht Leben. Das Leben gefriert in der Kunst.» Jo Fabians neues Projekt «PI morphosen» liefert mit 16 Tänzern und drei Musikern den mathematischen Beweis, dass der Mensch ein Psychomat ist, ein beseelter Automat, eine Mensch-Maschine-Einheit bereits von Geburt an, weil er «ganz ähnlich...
