berlin: pi morphosen
Nur was für Neugierige: «Der Raum gebiert die Mathematik. Aus der Mathematik entsteht Leben. Das Leben gefriert in der Kunst.» Jo Fabians neues Projekt «PI morphosen» liefert mit 16 Tänzern und drei Musikern den mathematischen Beweis, dass der Mensch ein Psychomat ist, ein beseelter Automat, eine Mensch-Maschine-Einheit bereits von Geburt an, weil er «ganz ähnlich der Maschine sich quasi selbst über Rückkopplungen und Feedbackschleifen steuert».
Wenn dem so ist, warum dann noch choreografieren? Jo Fabian, Berliner Choreograf mit hoher Forschungsambition, will mit seinem unvergleichlich scharfen analytischen Blick auch emotional den Beweis führen, dass die kognitiven Fähigkeiten der Tänzer für ein sich selbst organisierendes Modell völlig ausreichen. Man suche nur die Zahl Pi. Fabian findet sie genussvoll wie immer mit mathematischer Präzision. In Berlin, Eden*****, 2. bis 4. und 9. bis 12. Dezember. dock11-berlin.de
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Kerstin Tölle ist Tanzvermittlerin am Theater Bielefeld, um Lehrern und Schülern in Workshops, Einführungen und Nachgesprächen die Inszenierungen des Tanztheaters Bielefeld näherzubringen. Was daran ungewöhnlich sein soll? Dass sie die Erste ist, die eine solche Stelle professionell betreiben darf. Vor allem Lehrer sollen von Kerstin Tölle befähigt werden,...
Mario Schröder ist der neue Chef des Leipziger Balletts. Sein Einstand hätte besser nicht laufen können. Standing Ovations gab es für die Eröffnungspremiere «Chaplin» und einen Strauß Komplimente von keiner Geringeren als Geraldine Chaplin, die extra nach Leipzig gereist war, um die Hommage an ihren Vater in postumer Stellvertretung entgegenzunehmen. Womöglich war...
Wenn schon Primaballerina zu werden «das Schönste ist auf Erden», dann muss ja wohl über kurz oder lang eine echte Ballerina auftauchen. Laura geht zwar nur in die private Ballettschule von Annick Moulin, und «Madame» ist tatsächlich mit einer der Berühmtesten befreundet. Anna Lischenka heißt sie und hat während eines Gastspiels des Mariinski-Balletts ein paar...
