Cathy Marston: «Wuthering Heights»
Kaum ein Leser von Emily Brontës «Wuthering Heights» widersteht dem Bann, der von Cathy, der zentralen Figur des Romans, ausgeht. Wohl umso mehr, wenn man selber so heißt ... Zufall, dass die Leiterin des Bern:Ballet und die Protagonistin ihres neuen Stücks denselben Vornamen tragen. Cathy Marstons Adaption ist entsprechend überzeugend.
Cathy steht für Leidenschaft, für unmögliche, tragische Liebe, auch für Irrsinn, Krankheit, Hass und Spuk.
Marston flicht diese geballte Ladung Emotion gekonnt ins Ballett, auch wenn ihre «Sturmhöhe» den englischen Klassiker nur ein Kapitel lang spiegeln kann.
Die Handlung hat die gelernte Royal-Ballet-Schülerin auf fünf Charaktere reduziert: Cathy Earnshaw, ihr geliebter Ziehbruder Heathcliff, ihr Bruder Hindley, ihr Ehemann Edgar und dessen Schwester und Heathcliffs Ehefrau Isabella. Marston setzt gezielt auf Verdoppelungen dieser Figuren und bringt zwölf Tänzer auf die Bühne, um Gefühle zu vervielfachen, indem sie etwa gegen Ende des Stücks die spukhaften Verkörperungen der idealen Liebe und des eigenen Ichs der irr tanzenden Cathy gegenüberstellt.
Diese sehr britische «Sturmhöhe» wird getanzt in Jann Messerlis geometrischen, begehbaren Volumen, ...
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