Alban Lendorf

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Das Königlich Dänische Ballett zeigt derzeit zu wenig Charakter. Die meisten der Neuzugänge haben nach dem Engagement von Nikolaj Hübbe nicht genug Persönlichkeit, weder in dänischen Klassikern wie «Napoli» noch in John Neumeiers «Sommernachtstraum», der darum wenig überzeugte. Allein Alban Lendorf schafft es, sogar in Nebenrollen die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Er ist der einzige Hoffnungsträger, der für eine erfolgreiche Fortsetzung der Bournonville-Tradition steht.

Mit Brillanz, Humor und seiner Jugend hält er gegen ein ermüdet wirkendes Repertoire in einer Kompanie, die im Moment verloren wirkt beim Versuch, sich in der eigenen Tradition zu erneuern und sich die technischen Fähigkeiten anzueignen, für die das dänische Ballett nun mal steht. Mit eben einer Ausnahme: Alban Lendorf.

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Tanz Jahrbuch 2010
Rubrik: Die Hoffnungsträger, Seite 133
von Charlotte Christensen

Vergriffen
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