Rihoko Sato

Tanz - Logo

Choreografie gibt es nur mit lebendigen Körpern. Lebendig heißt, dass die Tänzerin als Interpretin der Choreografie dieser etwas hinzufügen kann, was auch die Choreografin oder den Choreografen überrascht, vielleicht nicht physisch, sondern auf einer Ebene des Unbeschreibbaren. Es geht nicht um bloße Interpretation, es geht um etwas Wertvolleres, die tatächliche künstlerische Zusammenarbeit zwischen Tänzer und Schrittmacher. Das erfährt Saburo Teshigawara fast täglich, dessen Werk von der Kollaboration mit Rihoko Sato beinahe schon abzuhängen scheint.

Sie beherrscht sein Bewegungsvokabular perfekt und schnitzt es sich akkurat und wunderschön in ihren Leib. Bei Rihoko Sato kristallisiert sich die Poetik des Meisters, sie besteht neben ihm, dem großen Tänzer, etwa in «Double Silence», «Mirror and Music» (tanz 7/10) und «Obsession». Ihre Soli und Duette mit Teshigawara sind immer die Highlights seiner Stücke.

Rihoko Satos starke Physis entstammt ihrer Ausbildung als Turnerin in England und den USA, wo sie bis zum Alter von 15 Jahren lebte. Nach ihrer Rückkehr 1996 und einigen Workshops wurde sie Mitglied der Kompanie Karas, tanzte in nahezu allen Stücken von Teshigawara und ist heute ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2010
Rubrik: Die Hoffnungsträger, Seite 140
von Akiko Tachiki

Vergriffen
Weitere Beiträge
Friedemann Vogel

«Es war so ein ‹Gesucht – Gefunden›.» Nach drei Monaten täglicher (wirklich täglicher) Arbeit an «Orlando» ist der Hauptdarsteller immer noch der größte Fan seines Choreografen. Friedemann Vogel spricht mit Begeisterung und Liebe von Marco Goeckes wunderbaren Ideen, von dessen positiver Ausstrahlung, durch die man «einfach mitmachen will». Alle im Theater seien...

Hofesh Shechter

Aggression und unterschwellige Botschaft, latente Kritik an militaristischem (Tanz-)Gleichschritt, wahnsinnige Politiker und drucksende Anhänger, unterjocht oder begeistert, dazu die eigenen Hardrock-Attacken: Sein neues, sein sechstes und sein erstes abendfüllendes Stück mit dem nicht weiter ergründeten noch erklärten Titel «Political Mother» ist wieder ein...

Philipp van der Heijden

Der Würfel ist gefallen. Philipp van der Heijden hat mit «replacement – a game with a dice» souverän gewonnen. Beim Weiterbildungsprojekt «dance beyond borders» 2009 spielte er in seinem Solo mit dem aleatorischen Prinzip, kombinierte und improvisierte mit vier festgelegten Parametern – Thema, Bewegung, Musik, Licht – und legte selbstironisch, pointiert und...