Hofesh Shechter
Aggression und unterschwellige Botschaft, latente Kritik an militaristischem (Tanz-)Gleichschritt, wahnsinnige Politiker und drucksende Anhänger, unterjocht oder begeistert, dazu die eigenen Hardrock-Attacken: Sein neues, sein sechstes und sein erstes abendfüllendes Stück mit dem nicht weiter ergründeten noch erklärten Titel «Political Mother» ist wieder ein typischer Hofesh Shechter. Diesmal für ein zehnfach gemischtes Ensemble aus sehnig energetischen Tanzdarstellern, einem Politakteur und acht Musikern. Man weiß nicht so recht, sieht man hier einen Rock-Gig oder eine Tanzshow.
Da sich diese Genres mitunter ohnehin annähern, ist die Definition allerdings nicht so wichtig. Zumal Shechter klar sagt: «Ich bin Musiker und Choreograf. Dabei weiß ich selbst nicht, wem ich den Vorzug gebe. Auch ist der Ursprung meiner Stücke ganz unterschiedlich. Mal ist da zuerst ein Klang, mal ein Schritt. Ich muss gegen die Wände in meinem Kopf schlagen, um Klarheit zu bekommen.»
Hofesh Shechter liefert keine dünnblütigen theorielastigen Konzepte, er fegt einfach los. Er ist pure, sehr männliche Kraft. Die reine Bewegungslehre, der dabei gar nicht schulmäßige Tanzstil, das ist nur ein Teil seiner ...
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