Aaron S. Watkin
Nach Paul Chalmers durchwachsenem Start als Leipzigs neuer Ballettchef hat sich mit dem Amtsantritt von Aaron S. Watkin diesen August auch in Dresden ein Generationswechsel vollzogen. Der umtriebige Kanadier, dessen Tänzerkarriere im National Ballet of Canada begann und sich beim English National Ballet, bei Het Nationale Ballet, Forsythe und Nacho Duato fortsetzte, legte zumindest in der Neuformation des SemperOper Balletts einen Bilderbuchauftakt hin. Von den 56 Positionen sind 33 durch vielversprechende Kräfte des internationalen Markts umbesetzt.
Die der Pariser Opéra ähnliche Hierarchie aus Solisten, Halbsolisten und Coryphées bietet den Corps-Mitgliedern mannigfache Aufstiegsmöglichkeiten. Ein besonderer Coup ist ihm bei den Ersten Solisten geglückt. So verfügt er mit Bridget Breiner aus Stuttgart, Yumiko Takeshima von Het Nationale und Jirí Bubenícek aus Hamburg über eine erlesene Trias, der sich Natalia Sologub vom Mariinsky Ballett als Stern erster Güte addiert. Ebenfalls aus St. Petersburg kommen: Dmitry Semionov, Bruder der Wunder-Polina vom Staatsballett Berlin und anscheinend ebenso begabt, sowie die jungen Gruppentänzer Elena Vostrotina und Pavel Moskvito. Auch ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Im Zeitalter digitaler Medien mutiert der Theaterraum zum Hypermedium. Theater wird zum Ort, an dem die traditionellen Künste Tanz, Schauspiel und Musik mit Hilfe neuer Technologien interagieren und die Grenzen der Künste durchlässig machen. Die Zeit der intermedialen Kunstformen und Theorien hat begonnen. Waren es zuerst Film und Fernsehen, die Formen des Theaters...
In einigen japanischen Gärten findet sich ein Bambusrohr, an der Mittelachse wie eine Wippe befestigt und an einem Ende mit einer Öffnung versehen, sodass ein Wasserstrahl hineinfließen kann. Diese Seite ist nach oben gerichtet, und das Rohr füllt sich nach und nach, bis das Wasser die Mittelachse übersteigt, ein Gegengewicht erzeugt und der Bambus sich auf den...
«Replacement» heißt das Stück, doch Vania Rovisco ist darin nicht zu ersetzen. Wie die anderen aus der Mannschaft Meg Stuarts gibt sie der gemeinsamen Arbeit Gestalt, und das heißt in diesem Falle: etwas zur Recherche beitragen, wenn nicht sogar sich selbst aufs Spiel zu setzen. Die Portugiesin aus Südafrika hat damit kein Problem. Sie scheut das Risiko nicht....
