Friedemann Vogel

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«Es war so ein ‹Gesucht – Gefunden›.» Nach drei Monaten täglicher (wirklich täglicher) Arbeit an «Orlando» ist der Hauptdarsteller immer noch der größte Fan seines Choreografen. Friedemann Vogel spricht mit Begeisterung und Liebe von Marco Goeckes wunderbaren Ideen, von dessen positiver Ausstrahlung, durch die man «einfach mitmachen will». Alle im Theater seien nach der Aufführung glücklich, «da ist irgendwie alles mit einem Lächeln verbunden, danach sind alle erfüllt».

In Goeckes Porträt eines zu sich selbst findenden Künstlers, so scheint es, hat auch Orlandos Interpret zu sich selbst gefunden.

Dabei überraschte die Besetzung der Protagonistenrolle zunächst, galt der große, blonde Friedemann Vogel doch eher als der Mann fürs ganz Klassische. Er gehörte nicht zu den Tänzern, mit denen Goecke regelmäßig seine dunklen Ballette erarbeitete, hatte vorher nur zwei, drei kurze Soli des Stuttgarter Hauschoreografen einstudiert. Bis dahin glänzte Vogel vor allem in «Dornröschen», «Schwanensee» und «Giselle», nach Aussehen und Haltung der geborene Prinz, erst recht mit seiner exzellenten, bis ins kleinste Detail verfeinerten Technik. So elegant sehen die bis zum Stillstand verlangsamten ...

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Tanz Jahrbuch 2010
Rubrik: Tänzer des Jahres, Seite 110
von Angela Reinhardt

Vergriffen
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