Magdalena Chowaniec
Hoffnungsträger gibt es in allen Generationen, und es macht immer Mut, wenn Künstler nicht bei einmal gefundenen Methoden oder Ästhetiken hängen bleiben. Im Zuge des allgemeinen Sparwahns drohen aber die Förderungen für junge Choreografen als Erste wegzubrechen, zumal wenn diese kontroverse Arbeiten produzieren. Wie zum Beispiel die 26-jährige in Wien lebende und arbeitende Polin Magdalena Chowaniec, die ihr Potenzial als Sängerin, Tänzerin und Choreografin bereits wiederholt auch jenseits der Grenzen von Österreich unter Beweis gestellt hat.
Nach ihrer erfolgreichen Arbeit beim Kollektiv Superamas (Wien/Paris/Brüssel) begann sie, kleinere Projekte umzusetzen, erst zusammen mit ihrer Künstlerkollegin Valerie Oberleithner, danach auf eigene Faust. Sie stellte vor zwei Jahren eine Band, The Mob, auf die Beine und punkrockte mit einer «Fixing Freedom Tour».
Im Vorjahr begann sie mit Untersuchungen in der Drogenszene und stellte 2010 im Wiener brut ihr «Empathy Project Vol. I» vor. Darf man das, Drogensüchtige im Delirium darstellen? Und darf diese Darstellung ironische Züge haben? Heftige Diskussionen gab es im Gefolge dieser ausgezeichnet gearbeiteten Torkelchoreografie, in der sie ...
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