Zauber und Schauder
Seit Robert Wilson Wagners «Parsifal» 1991 in Hamburg in ein statisches, antipsychologisches Epos verwandelte, gelten Operninszenierungen des amerikanischen Bühnenkünstlers an etablierten europäischen Häusern als intelligente, nicht zuletzt optisch dankbare Alternative zu den psychologisierenden Deutungen des verbreiteten Regietheaters. Wilsons in blaues Licht getauchte «Aida» von 2002 am Brüsseler Théâtre Monnaie wurde zwei Jahre nach ihrer Premiere aufgezeichnet und ist nun beim Label Opus Arte als DVD erschienen.
Einmal mehr wird hier dokumentiert, dass Wilson unter jenen Opernmachern, die mit einem oder mit beiden Füßen in der Bildenden Kunst stehen, ein beglückender Sonderfall ist. Für seine regieambitionierte Kollegen stellt die Formung und das Einfügen von Sängergesten in einen noch so durchgestylten theatralen Raum meist eine unüberwindliche Hürde dar (so wenige Monate vor der «Aida»-Aufzeichnung für den flämischen Künstler Jan Fabre, der in «Tannhäuser» an gleichem Ort esoterisch verrätselte Bildsymbole mit konventioneller Rampensteherei kombinierte). Es bleibt ein ausgesprochenes Wilson-Kunststück, die Bewegungen der Sänger und das Ganze seines durch Farben assoziativ ...
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Natürlich. Oder Otello. Oder Tannhäuser. Nur leider hat mir der liebe Gott die Stimme dafür nicht gegeben.
Welche der einhundertfünfzig verschiedenen Partien, die Sie im Verlauf Ihrer Karriere gesungen haben, waren für Sie die wichtigsten?
Von der Potenz her waren es schon...
