Weltgewimmel

Das Bremer Theater überfrachtet Mahlers Dritte mit einer Installation

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Mahlers Sinfonien erzählen Geschichten. Geschichten, derer sich das Tanztheater längst bemächtigt hat. Auch Bremens Leitender Regisseur Benedikt von Peter und seine Mannschaft scheinen von diesem Ansatz auszugehen, kommen aber bei Mahlers Dritter zu Ergebnissen, die eher im Bereich des Abstrakt-Assoziativen liegen und den Zuschauer mit einer Unzahl zufällig wirkender Eindrücke konfrontieren: Auf der begehbaren Bühne stehen allerhand Installationen, eine Schauspielerin wandelt umher und blickt dabei bedeutungsvoll in den Zuschauerraum.

Inmitten des Parketts hat man Mahlers Komponierhäuschen errichtetet, an den Wänden des Zuschauerraums flimmern riesige Videowände, zeigen in ständig wechselnden Youtube-Ausschnitten Szenen aus dem täglichen Leben. All das konkurriert mit dem auf einer beweglichen Plattform auf der Bühne postierten Orchester. Ein Medienaufwand, der eher überfordert als dabei hilft, sich auf Mahlers Musik zu konzentrieren.

Das Orchester spielt verkabelt; der Klang wird teilweise auf Disco-Lautstärke hochgefahren, die Höhen wirken übersteuert. Und bei der Videoübertragung der Sängerin beim großen Zarathustra-Solo (exakt in der Diktion und wunderbar voll im Klang: Nadja ...

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Opernwelt April 2013
Rubrik: Magazin, Seite 75
von Gerhart Asche

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