Schau nach in Hollywood

Berlioz: Béatrice et Bénédict Wien / Theater an der Wien

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Schlag nach bei Shakespeare: Der Barde aus Stratford-upon-Avon hat posthum ganze Filmgattungen durchgefüttert, etwa jene der Screwball Comedy, die ihren Höhepunkt im Hollywood der 1930er-, 1940er-Jahre erlebte: Beziehungskomödien, welche den Krieg der Geschlechter auf witzige und charmante Art thematisieren. Folien dafür waren «The Taming of the Shrew», «A Midsummer Night’s Dream» sowie der Nebenstrang in «Much Ado about Nothing» um den vermeintlichen Frauenverächter Benedict und die vorgeb­liche Männerfeindin Beatrice.

Gerade sie pickte sich schon Hector Berlioz für seine 1862 in Baden-Baden uraufgeführte Opéra comique heraus. Kasper Holten sucht in seiner Inszenierung von «Béatrice et Bénédict» am Theater an der Wien nun diese Rezeptionsgeschichte herauszuarbeiten: Er siedelt das Geschehen in den 1930er-Jahren an und lässt mit einer Menge witziger Regie-Einfälle Hollywood-Assoziationen durchaus zu. Es Devlin steuert eine Drehbühne mit einer aus dem Boden wachsenden Kulisse bei, die mal als Trennwand zwischen den Geschlechtern, mal schlicht als Netz beim sportlichen Tenniswettstreit zwischen den beiden Protagonisten dient. Finn Ross nützt sie für kluge Videoprojektionen. Wir ...

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Opernwelt Juni 2013
Rubrik: Panorama, Seite 53
von Gerhard Persché

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