Die Küken der Komischen

Um die Tradition des Hauses am Leben zu erhalten, hat die Pariser Opéra Comique ein Opernstudio eingerichtet

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Putzig sehen sie aus, die zehn goldgelben Küken, die da auf der Website den Stapel aus Programmbroschüren der Pariser Opéra Comique erobern. Gemeint sind die zehn Teilnehmer des ersten Jahrgangs der neuen, hauseigenen «Academie de l’Opéra Comique»: vier Soprane, drei Tenöre, zwei Bassbaritone und ein Bariton, alle unter 35 Jahre. Sie Küken zu nennen, ist aber allenfalls als augenzwinkernde Untertreibung erlaubt. Denn viele von ihnen haben bereits eine profilierte Gesangskarriere vorzuweisen.

«Wir haben die Teilnehmer ganz speziell für die Rollen ausgewählt, die es zu besetzen galt», erläutert Olivier Mantei, der stellvertretende Direktor des Hauses. Die jungen ­Talente wirken in Reynaldo Hahns «Ciboulette» (OW 4/2013) und Henri Rabauds «Marouf» mit, während Pauline Viardots Burleske «Cendrillon» so etwas wie ihr Gesellenstück ist. Hier füllen sie, bis auf eine Ausnahme, sämtliche Rollen. Dazu kommen Unterricht und Proben, Regie- und Schauspielseminare durch hauseigene Kräfte und Gastdozenten sowie die Mitwirkung in Recitals und Sonderveranstaltungen. Die Nachwuchskräfte erhalten eine Art training on the job – dafür füllen sie kostengünstig den Spielplan, ein Verfahren, das ...

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Opernwelt Juni 2013
Rubrik: Magazin, Seite 75
von Mathias Nofze

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