Musik als Mentalitätsgeschichte
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Grotesk, wie Intendant Alexander Pereira in seiner Loge ekstatisch mitdirigierte und stumm mitsang – den Mund weiter aufgesperrt als Tamino während der «Bildnis»-Arie. Lippen-Karaoke vom Chef indes konnte an diesem Abend nicht wettmachen, dass Martin Kusej an Mozarts komplizierten Einfachheiten viel anzumerken hatte. Und dass doch, wieder einmal, ein...
iccolò Piccinni gehört zu den zahlreichen Opernkomponisten aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, die nur noch als Fußnote in der Musikgeschichte, nicht aber mit ihren Werken auf der Bühne weiterleben. Mit seiner «Buona figliuola» hat er 1760 die folgenreiche Sentimentalisierung der Buffa eingeleitet, und seine zwischen 1778 und 1787 für Paris geschriebenen...
Ist es Ihnen auch schon oft so gegangen? Man sitzt in einer Aufführung, in der laut Programmzettel deutsch gesungen wird. Trotzdem versteht man kein Wort. Das kann selbst dann passieren, wenn ein Haus sich bewusst für eine deutsche Übersetzung, etwa bei Mozart oder Monteverdi, entschieden hat. Umgekehrt kommen Italiener, die in deutschen Opernhäusern Puccini in...
