Gut Ding will Weill haben
Hannover hat sich in den letzten Monaten aus der Geschichte Größe geborgt. Mit einer vielgestaltigen Landesausstellung und etlichen Kunstereignissen feiert man die Personalunion mit Großbritannien. Oder wie es der Titel der Ausstellung allen Nichthistorikern erklärt: «Hannovers Herrscher auf Englands Thron 1714 – 1837». Vor 300 Jahren bestieg der Kurfürst aus Hannover als King George I. den britischen Thron – und seinen Hofkapellmeister Georg Friedrich Händel nahm er gleich mit.
Jetzt kehrten beide Georges auf Initiative der Kunstfestspiele Herrenhausen nach Hannover zurück und wurden zum doppelten Titelhelden einer Oper von Elena Kats-Chernin, die in Hannover studiert hat (bei Helmut Lachenmann) und hier ihre Karriere als Komponistin startete. Dass sie im Umgang mit der Musikgeschichte versiert ist, hat die Wahlaustralierin schon mehrfach bewiesen: zuletzt mit ihrer Monteverdi-Bearbeitung für die Komische Oper Berlin. Da sollte ihr das Spiel mit Händel leicht fallen. Musikalisch löste sie die Aufgabe, indem sie den großen Kollegen zur Sprechrolle machte (die Heiko Pinkowski stämmig ausfüllte). Im Schnelldurchlauf wird Händels Leben skizziert: angefangen bei der Kindheit mit einem ...
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Opernwelt November 2014
Rubrik: Panorama, Seite 50
von Rainer Wagner
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