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Das Opernfestival im ungarischen Miskolc präsentiert neben Bartók Werke von Peter Eötvös, Pietro Mascagni und Albin Fries

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Gergely Kesselyák weiß genau, wohin er will mit dem «Operafesztivál», das er vor 18 Jahren in der ehemaligen Eisen- und Stahlstadt Miskolc mit aus der Taufe zu heben half: Leicht zugängliche Stücke aus unserer Zeit sollen Besucher in den Nordosten Ungarns locken, Opern mit süffigen Melodien und klarer Handlung. Anleihen bei Musical, Rock- und Popmusik sind ausdrücklich erwünscht.

Natürlich, der Name «Bartók Plusz» besagt es, wird die Stimme Béla Bartóks auch künftig nicht im Programm fehlen, zumal in Gestalt seiner drei Bühnenwerke: «Herzog Blaubarts Burg» (diesmal mit der Ungarischen Nationalphilharmonie unter Zsolt Hamar, mit András Palerdi als Herzog und Andrea Rost als Judith), «Der holzgeschnitzte Prinz» und «Der wunderbare Mandarin». Doch was früher als Gastspielforum für Musiktheater aus Osteuropa konzipiert war, wirkt heute eher wie ein Klassentreffen vorwiegend einheimischer Kräfte.

Seit 2011 zeichnet Kesselyák, ein in Budapest vielbeschäftigter Dirigent, der nebenbei komponiert und Regie führt, für die künstlerische Entwicklung der zehntägigen Juni-Festspiele verantwortlich. Und muss Jahr für Jahr lavieren, weil die vom Staat und von der 160 000-Einwohner-Kommune ...

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Opernwelt August 2019
Rubrik: Magazin, Seite 70
von Albrecht Thiemann

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