Exemplarisch

Ian Bostridge und Antonio Pappano mit Liedern von Benjamin Britten

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Wohl kaum ein Komponist hat sein Œuvre so auf seinen Lebenspartner zugeschnitten wie Benjamin Britten, obwohl man Peter Pears – wie Humphrey Carpenter in seiner Britten-Biografie bemerkt – zunächst eine künstlerische Zukunft kaum zutraute. «Ich konnte ihn mir weder als Opern-, noch als Liedsänger vorstellen», meinte der Dirigent Trevor Harvey. Doch Lord Harewood, der legendäre Förderer der englischen Musikszene, schrieb, Britten habe «Imagination und Sensitivität in ­Peter Pears’ Singen und Attitüde gesucht und gefunden, und daraus genommen, was er für seine Musik brauchte...

» Dank seines feinen künstlerischen Instinkts konnte Pears, der gesangstechnisch keineswegs perfekt war, einen ganz eigenen Stil kreieren und beeinflusste damit unzweifelhaft die englische Tenor-Schule der letzten Jahrzehnte.

Auch Ian Bostridge natürlich, der sich indes mehr als andere seiner englischen Kollegen ein durchaus eigenes Profil zurechtlegen konnte. Trotz seines eher «weißen» Timbres ist er beim Hören sofort erkennbar, zudem ist es die hohe Intelligenz seiner Interpretationen, die ihn ­heraushebt. Das Werk Brittens blieb stets – beim Liedgesang vielleicht neben jenem Schuberts – die Mitte seiner ...

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Opernwelt Juli 2013
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen:CD des Monat, Seite 25
von Gerhard Persché

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