Leichen im Keller

Hier kommt zusammen, was oft erzwungen wirkt: Drei Regisseurinnen – Sabine Hartmannshenn, Eva-Maria Höckmayr und Gabriele Rech – inszenieren in Köln «Il trittico»

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 Puccinis Triptychon aus «Il tabar­ro», «Suor Angelica» und «Gian­ni Schicchi» ist kein «Ring des Nibelungen» mit eng verklammerten musikalischen Strukturen und dramaturgisch einheit­lichem, weltdeutendem Zugriff. Musikforscher und Regisseure tun sich deshalb schwer, die unterschiedlichen Einakter überhaupt als drei Flügel ­eines Bildes zu begreifen – zumal auch von Seiten des Komponisten griffige Erklärungen der Drei­einigkeit fehlen.

Dass Puccini ein Panorama dreier wesentlicher Theatergenres gab – des Dramatisch-Veristischen («Il tabarro»), Lyrisch-Sentimentalen («Suor Angelica») und Komischen («Gianni Schicchi») –, befriedigt vielleicht den Theoretiker, stiftet fürs Publikum aber keinen sinnlichen Zusammenhang. Und so geht der schwarze Peter wieder an die Inszenierung zurück, die sich um szenische Brücken, vermeintliche Zentralfiguren oder durchgängige Motive wie den (in der Oper freilich allgegenwärtigen) Tod kümmern muss.

Dagegen schwebte dem Kölner Ex-Opern­intendanten Uwe Eric Laufenberg bei der Planung der laufenden Spielzeit anderes vor. Im Sinne von Klaus Zeheleins Stuttgarter «Ring»-Dramaturgie, dass kein Zusammenhang mehr behauptet werden könne, wo er theatralisch nicht ...

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Opernwelt Juli 2013
Rubrik: Im Focus, Seite 4
von Michael Struck-Schloen

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