Donizetti: L’elisir d’amore

London, Donizetti: L’elisir d’amore

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In den Wochen vor Weihnachten schätzen Opernhäuser vor allem ein Elixier: Das Geld soll in den Kassen klingeln. Meist suchen sie dieses Ziel mit einem zarten Lächeln und einem Schuss eska­pistischer Romantik zu erreichen. Das funktioniert normalerweise schon ganz gut, wenn «L’elisir d’amore» auf dem Spielplan steht. Doch diesmal ging die Royal Opera in London auf Nummer sicher – und nahm obendrein «La Cenerentola» ins Angebot, als die Wirkung des Donizetti-Zaubers nachzulassen begann.


Das Elixier der «neuen», aus Paris importierten «Elisir» (wo man die Produk­tion im vergangenen Jahr für einen Bruchteil der Covent Garden-Tarife hätte sehen können) hat ungefähr so viel psychologische Zauberkraft wie die Vitamin- und Potenzpillen, die Doktor Dulcamara in rauen Mengen feilbietet: Sie lebt von Laurent Pellys Wohlfühl-In­szenierung, die über manche Störung der musikalischen Chemie hinweghelfen muss – auf der Bühne wie im Graben. Wie bereits bei seiner «Belle Hélène» an der English National Opera und seiner «Fille du Régiment» in Covent Garden siedelt Pelly die Handlung in der nahen Vergangenheit an. Nemorino-Land mutiert zu einem Tölpel-Paradies mit freier Fahrt für Traktoren und ...

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Opernwelt Januar 2008
Rubrik: Kurz berichtet, Seite 48
von Andrew Clark

Vergriffen
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