Aufbruch in Gelsenkirchen

Kühner Kubus für jedermann: Das Musiktheater im Revier wird fünfzig und hat viel vor

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Wer Gelsenkirchen sagt, denkt nicht in erster Linie an Kultur. Die am Nordrand des ehemaligen Kohlereviers gelegene Stadt war bis in die 1970er-Jahre das Zentrum der westdeutschen Montan­industrie. Die großen Zechen und Schacht­anlagen, Monumente der In­dus­triearchitektur, sind hier wie andernorts längst stillgelegt. Heute ist der Fußballverein Schalke 04 das Aushängeschild. Gelsenkirchen und «Auf Schalke», die Veltins-Arena des gegenwärtig wieder an der Spitze der Fußball-Bundesliga mitmischenden Vereins, das sind selbst für Nicht-Sportfans Synonyme.



Doch Gelsenkirchen hat mehr zu bieten – das aus der Renaissance stammende Wasserschloss Horst, die Flusslandschaft bei Buer, nicht zuletzt das am Rande der wiederaufgebauten Altstadt liegende Musiktheater im Revier. Vor fünfzig Jahren, am 15. Dezember 1959, wurde das von dem Architekten Werner Ruhnau entworfene Gebäude eingeweiht. Das Haus gehört zu den kühnsten, überzeugendsten Theaterneubauten im Nachkriegseuropa – nicht zuletzt, weil es Ruhnau und seinen Mitarbeitern gelungen ist, ihm über die funktionelle Zweckmäßigkeit hinaus selbst künstlerische Ausstrahlung zu verleihen. Mit Glasfassaden hat man damals allüberall gearbeitet, ...

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Opernwelt März 2010
Rubrik: Magazin, Seite 66
von Uwe Schweikert

Vergriffen
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