Apropos ... Karneval
Herr Koch, wer ist eigentlich Cäcilia Wolkenburg? Eine alte Kölner Operndiva?
Nein, der Name leitet sich von zwei Vereinshäusern des Kölner Männergesangsvereins her. Das eine ist die alte Wolkenburg, das andere, im Krieg zerstörte, stand in der Cäcilienstraße. Das ist alles.
Sie spielen Ihr jährliches Divertissementchen traditionell in der Kölner Oper. Hat es auch mit Oper zu tun?
Natürlich. Das ist eine ganz eigene Form des Musiktheaters. Eine Art Operette mit Opernmusik, Tanz, aber auch lokaler kölscher Musik. Wir borgen uns die Musik aus und machen dazu kölsche Texte.
Zum Beispiel hatten wir mal ein Stück mit dem Titel «Mimí unn ett iiskalt Hämche’», wobei Hämche’ der kölsche Ausdruck für Eisbein ist. Und es ist noch gar nicht lang her, da haben wir das «Phantom der Oper» zum Stück über den Kölner Opernumbau gemacht. Da ging es natürlich um den Kölner Klüngel, das Phantom hat im Hintergrund die Strippen gezogen.
Da würde man eigentlich 2010 ein Stück über das Kölner Stadtarchiv vermuten: «Auferstanden aus Ruinen» zum Beispiel.
In dem Fall ist uns leider nicht besonders nach Lachen zumute. Unsere Dokumente sind bei dem Einsturz nämlich auch verschütt gegangen, und bis jetzt haben ...
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