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Opernwelt Juli 2009
Rubrik: Service, Seite 72
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Weitere Beiträge
Mitten im Geschehen

Was muss ein Stoff haben, damit eine Oper aus ihm werden kann? Aribert Reimann hat diese Frage für sich so beantwortet: «gleichnishaften Ewigkeitswert». In seinen Bühnenwerken ist daher der Mensch das Maß der Dinge. Er ist Thema, Anlass, Gegenstand – und zwar als singend sich äußernde und entäußernde Figur. Darin dürfte ein wesentlicher Grund dafür liegen, dass...

Schönheitstrunken gegen die Wand

Wolfgang Rihm griff bei seinen Opernstoffen seit jeher zu großer Literatur – Georg Büchner («Jakob Lenz»), Heiner Müller («Hamletmaschine»), Sophokles/Hölderlin («Oedipus») und Antonin Artaud («Die Eroberung von Mexiko») dienten als Textlieferanten. Im kommenden September fasst das Theater Basel drei seiner kürzeren Arbeiten – «Aria/ Ariadne» (nach Nietzsche), «Das...

Ideendrama

Ein Mann kehrt heim. Er ahnt, dass er getötet werden wird, und er wird getötet. So hat T. S. Eliot selbst den Inhalt seines Stücks «Murder in the Cathedral» zusammengefasst. Und hier liegt auch der Schlüssel zum Verständnis von dessen anti-dramatischer Natur. Angesichts der bösen Händel weltlicher Mächte muss der wahrhaft Gläubige (sei es die fromme griechische...