Vollendet das ewige Werk?
Ein Trompe l’oreille ist diese Musik, nur scheinbar glanzvoll die Regenbogenbrücke am Schluss des «Rheingold». «Falsch und feig ist, was dort oben sich freut», klagen denn auch die Rheintöchter. Und selbst das Heldenmotiv (in Wien am Premierenabend im Übereifer ein wenig verzerrt) strahlt nur vermeintlich. Wotans «großer Gedanke» – eine Schimäre. An dieser Stelle passiert einer der suggestivsten szenischen Momente in Sven-Eric Bechtolfs Inszenierung: Hinter Wotans Rücken spielt Loge mit zwei goldenen Puppenköpfen, die er aus Mimes Werkstatt entwendet hat.
Homunculi, Klons aus Gold, auf die Alberich seine neue Welt wohl hatte bauen wollen. Wie ein Senfkorn trägt dieses Bild das weitere Geschehen des «Ring» in sich: die Künstlichkeit von Wotans Konstruktionen, die Verblendung, das Scheitern.
Auf das Wissen des Zusehers um dieses Scheitern baut der neue Wiener «Ring» – daher «Das Rheingold» als nunmehr letzte Premiere. Um die Handlung des Vorabends wirklich zu verstehen, so Dirigent Franz Welser-Möst, müsse das Publikum die Erfahrungen der weiteren drei Teile bereits gemacht haben. Zu diesen Erfahrungen gehört, dass der Zyklus in Wien vor allem musikalisch überzeugt. Welser-Mösts ...
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Gut. Zum Glück! Mir ist eine Riesenlast von der Seele gefallen, weil es für mich das erste Mal war, dass ich mir eine so wichtige Rolle ohne Regisseur erarbeiten musste und auf mich allein angewiesen war. Eigentlich hatte ich mich enorm auf die...
Klaus Bachler lud, wen wundert’s, zum Auftakt seiner Münchner Intendanz gleich drei Sprechtheater-Regisseure ein, sich an der Oper zu versuchen. Einmal ging das gut (beim «Wozzeck» von Andreas Kriegenburg), einmal gründlich daneben (Christian Stückls knallbunte Sicht auf Pfitzners «Palestrina»). Jetzt durfte die Schweizerin Barbara Frey Janáceks «Jenufa» in Szene...
