Verdi: Ein Maskenball
An einer kleinen Bühne wie Regensburg sind Produktionen von Standardwerken in der Regel nur für das heimische Publikum attraktiv, die Wirkung bleibt meist regional beschränkt. Nicht so im Fall des neuen «Maskenball». Das Theater Regensburg bietet hier nicht nur ein Sänger-Quintett, sondern, die zwei Verschwörer einbezogen, ein -Septett auf, das sich problemlos auch an größeren Häusern hören und sehen lassen kann.
Da ist der koreanische Tenor Jung-Hwan Choi, der als Riccardo mit offener, hell timbrierter Stimme, mit sicher geführten Legatolinien und kernigen Spitzentönen aufhorchen lässt; ihm zur Seite Jin-Ho Yoo als Renato, dessen prächtiger, bestens kontrollierter Bariton in der nächsten Spielzeit an der Staatsoper Hannover zu hören sein wird. Amelia war die Amerikanerin Christina Lamberti, die mit jungem, schlank und flexibel geführtem Sopran in den Arien anzurühren wusste und sich in den Ensembles mühelos über die übrigen Stimmen erhob. Ulrica ist, wie Kundry, wegen des enormen Ambitus der Partie schwer zu besetzen. Jordanka Milkova schaffte es, die anspruchsvolle Aufgabe sozusagen mit zwei durchschlagskräftigen Stimmen zu bewältigen: in der Tiefe mit erdiger ...
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