Räuber in der Puppenstube
«Il corsaro» und «Luisa Miller» in Zürich, «Macbeth» in Straßburg und Mülhausen und «I masnadieri» nach Schillers «Räubern» in Karlsruhe. Über den Verdi vor der Reifetrilogie kann man sich im deutschen Südwesten, im Elsass und der östlichen Schweiz derzeit nach Herzenslust informieren. Beispiel «I masnadieri» von 1847: Da ist etliche unbedarft zündende Routine im Spiel, und doch spitzt man schon im Vorspiel die Ohren – wenn das Solocello zu einer elegischen Romanze ansetzt.
Vor allem aber tut man’s unwillkürlich, wenn Verdi, wie später im «Rigoletto», im «Simon Boccanegra» oder im «Don Carlos», zwei tiefe Männerstimmen zu düsterem Dialog-Einklang verbindet oder Ensembles fügt, die seine Zukunft heraufbeschwören. Vollends freilich, wenn der bösartige Jüngere der Brüder Moor in seinem Alptraum vom Jüngsten Gericht monologische Ausdrucksvertiefungen erreicht, die den Ausblick bis hin zu Jagos «Otello»-Teufeleien eröffnet.
Stefan Stolls Francesco sucht sie als Bassbariton deutschen Zuschnitts zu bezwingen, erzielt indessen auch bis in die mutig angegangene exponierte Höhe Annäherungswerte an italienische Praktiken. In denen ist Keith Ikaia-Purdy seit Langem zu Hause: zumeist ein Carlo ...
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Mescalina ist längst tot. Da schneidet ihr Nekrotzar in Calixto Bieitos blutigem Freiburger «Grand Macabre» noch ein Ohr ab und steckt es in den Mund. Eine fast identische Szene hatte es wenige Wochen zuvor mit anderen Beteiligten in Bieitos Basler Inszenierung von Janáceks «Aus einem Totenhaus» gegeben. Dort trug der Lageraufseher einen Pelzmantel, den man bereits...
«Farbenfroh, frisch und humorvoll» – diese Charakterisierung klingt ein bisschen nach Werbetext. Ist es in gewisser Weise auch, denn das Zitat stammt aus dem Booklet und bezieht sich auf die Inszenierung des Briten Nigel Lowery, der für eine Koproduktion von Berliner Staatsoper und Innsbrucker Festwochen Haydns «Orlando Paladino» auf die Bühne gebracht hat. Genauso...
ARTE
1.3. – 6.00 Uhr
30 Jahre Ensemble Intercontemporain.
Konzert in der Pariser Cité de la Musique 2007. Musikalische Leitung: Susanna Mälkki, Peter Eötvös, Pierre Boulez. Werke von Ligeti und Boulez.
1.3. – 20.20 Uhr
7.3. – 6.00 Uhr
15.3. – 11.25 Uhr
Die Kunst des Frédéric Chopin.
Dokumentation von Gérard Caillat.
1.3. – 21.10 Uhr
Galakonzert aus Warschau.
Live-Übertragung...
