Pionier auf alten Bahnen

Winter in Schwetzingen: Das Theater Heidelberg engagiert sich für Tommaso Traetta und seine «Ifigenia in Tauride»

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Das Schlosstheater in der Schwetzinger Sommerresidenz der pfälzischen Kurfürsten gehört zu den wenigen Theaterbauten des 18. Jahrhunderts, die sich in Deutschland erhalten haben. Im Frühjahr nutzt es der SWR für die von ihm begründeten Schwetzinger Festspiele, im Juli das Nationaltheater Mannheim für den alle zwei Jahre veranstalteten «Mozart-Sommer». In der kalten Jahreszeit, wenn der ausgedehnte Park wie ausgestorben daliegt, lädt das Theater Heidelberg zum «Winter in Schwetzingen» ein.

Auch hier steht die Oper im Zentrum – seit 2011 die spätneapolitanische Spielart der Metastasianischen Opera Seria, die mit Niccolò Jommelli, Gian Francesco di Majo, Niccolò Piccinni und Tommaso Traetta gleich vier Komponisten hervorgebracht hat, die entscheidenden Anteil an der Opernreform in den 1760er-Jahren hatten.

Wie alle Komponisten dieser Übergangszeit, die den Hochbarock hinter sich gelassen, aber das rettende Ufer der Klassik nicht erreicht haben, stehen sie heute im Abseits. Traetta war der Erste, der mit seinen Opern für Parma, Wien und Mannheim noch vor Gluck Elemente der französischen Tragédie lyrique mit der Dramaturgie der italienischen Seria verschmolz. Die 1763 für den Wiener ...

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Opernwelt Februar 2014
Rubrik: Magazin, Seite 76
von Uwe Schweikert

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