Pack die Badehose ein
Als Baldassare Galuppi 1753 seine Goldoni-Vertonung «I bagni di Abano» herausbrachte, zeigte sich: Thermen, Spas und Badeorte sind ein ideales Buffo-Setting, schon wegen des dort üblichen zwanglosen Umgangs. In Fabio Vacchis «La station thermale» (1993, ebenfalls ein Goldoni-basiertes Stück) funktioniert die Idee nicht minder gut als in Rossinis «Il viaggio a Reims» (1825). Warum nicht auch in Martinus «Mirandolina»?
Für seine Neuinszenierung in Venedig griff Regisseur Gianmaria Aliverta jedenfalls auf dieses Gimmick zurück.
Dabei entfernte er sich einen Schritt weiter von der Vorlage (Goldoni, auch hier): «La lovandiera» (1753) ist noch eine psychologische Auseinandersetzung mit sozialen und Geschlechterschranken, in der manches schon auf den Feminismus vorausweist. Bei Martinu wurde daraus ein Mix aus Operette und Singspiel im Grundgerüst der Commedia dell’Arte. Und Aliverta spitzt das Ganze zur Farce zu. Dabei bedient er sich der Mittel einer bestimmten Art von B-Movies. Cinepanettoni heißen diese Filme in Italien, «Kino-Kuchen». Das Strickmuster: Die Figuren haben Urlaub und jagen ihrem Vergnügen nach. Die Hatz ist in der Regel vergeblich. Dafür werden reichlich raue Scherze ...
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Opernwelt August 2016
Rubrik: Panorama, Seite 50
von Carlo Vitali
Am 1. Juli 1916 begannen französische und britische Streitkräfte im Somme-Gebiet eine Großoffensive gegen die deutsche Wehrmacht. Doch schon am selben Abend waren fast 20.000 der britischen Soldaten gefallen. Der Kampf tobte bis Mitte November, ehe er, weitgehend ergebnislos, abgebrochen wurde. Innerhalb weniger Monate kamen auf beiden Seiten der Front rund eine...
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Auf ihrer neuesten CD widmet...
